Die Wahl des richtigen Abnehmers kann für Betreiber von Post-EEG-Anlagen einen erheblichen Unterschied bei den Erlösen ausmachen. Wer davon ausgeht, dass der Markt für grünen Strom einheitliche Preise bietet, unterschätzt die Dynamik der aktuellen Abnehmerlandschaft. Aktuelle Analysen des Marktplatzes Renewable Exchange zeigen, wie groß die finanzielle Hebelwirkung eines Marktvergleichs tatsächlich ist.
Ausschreibungen zeigen regelmäßig, dass die Spanne zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Gebot für denselben Strom bei Wind-Onshore-Anlagen im Median bis zu 11 Euro pro Megawattstunde betragen kann.
Was auf den ersten Blick nach einem marginalen Betrag aussieht, summiert sich bei professionellen Assets schnell zu erheblichen Beträgen:
Diese teils deutlichen Abweichungen liegen nicht an mangelnder Transparenz, sondern an der tiefgreifenden Struktur des Marktes.
Abnehmer sind keine Einheitsgruppe. Hinter jedem Gebot steht ein individuelles Geschäftsmodell mit unterschiedlichen Marktrollen:
Um den Markt zu verstehen, hilft ein Vergleich: Jeder Abnehmer lässt sich wie ein Puzzle verstehen – und jede Anlage wie ein Puzzleteil.
Die Attraktivität eines Gebots hängt - neben den individuellen Bepreisungs-Methodologien - maßgeblich davon ab, wie gut Ihr spezifisches Erzeugungsprofil in das aktuelle Portfolio (das „Puzzle“) des Abnehmers passt.
Die Herausforderung: Dieses „Puzzle“ der Abnehmer ist nicht statisch. Es verändert sich jedes Jahr durch neue Verträge, geänderte Strategien und Marktbedingungen.
Da sich die Anforderungen der Abnehmer ständig wandeln, ist eine regelmäßige und breite Herangehensweise bei der PPA-Suche unerlässlich. Wer nur den einen bekannten Partner anfragt, erfährt nie, ob sein Puzzleteil bei einem anderen Abnehmer gerade einen deutlich höheren Wert hätte. Ein transparenter Marktvergleich ist damit das wichtigste Werkzeug für die wirtschaftliche Sicherung von EE-Assets.