Post-EEG Vermarktung

Nach zwanzig Jahren endet für viele EE-Anlagen die feste Einspeisevergütung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). In diesem Artikel erfahren Sie, welche Post-EEG-Optionen Sie haben und wie Sie Ihre Anlage weiterhin gewinnbringend betreiben.

Status Quo: Die Herausforderung für Ü20-Windanlagen

Wenn Windenergieanlagen (WEA) aus dem EEG fallen, entfällt die garantierte Einspeisevergütung. Betreiber müssen nun die laufenden Betriebskosten (OPEX) – wie Wartung, Pacht und Versicherung – rein über den Markterlös decken. Da die Anlagen bereits abgeschrieben sind, können sie oft zu sehr niedrigen Grenzkosten produzieren.

Die 4 wichtigsten Optionen für Windkraft und EE-Anlagen

1. Power Purchase Agreements (PPA)

PPAs sind das Herzstück der modernen Post-EEG-Ära. Hierbei schließen Sie einen langfristigen Stromliefervertrag mit einem energieintensiven Unternehmen (Corporate PPA) oder einem Energiehändler (Utility PPA).

  • Welche Arten von PPAs gibt es? Hier im Artikel “Was ist eine PPA”
  • Vorteil: Bankfähige Erlöse, die auch Instandsetzungen refinanzierbar machen.

2. Sonstige Direktvermarktung (Spotmarkt)

Sie verkaufen Ihren Strom direkt an der Strombörse (EPEX Spot) über einen Direktvermarkter.

  • Marktwertmodell: Sie erhalten den tatsächlichen Börsenpreis abzüglich einer Vermarktungsgebühr.
  • Risiko: Hohe Volatilität. Bei negativen Strompreisen kann die Einspeisung unwirtschaftlich werden, sofern keine automatische Abschaltung implementiert ist.

3. Repowering: Der radikale Neuanfang

Oft ist es sinnvoller, alte Anlagen durch moderne, leistungsstärkere Turbinen zu ersetzen.

  • Effizienz: Eine moderne Anlage kann oft den Ertrag von drei bis fünf Altanlagen ersetzen.
  • Genehmigung: Dies ist meist an neue Abstandsregeln und Bebauungspläne gebunden.
  • Wann sinnvoll? Wenn der Standort exzellent ist, aber die alte Technik hohe Wartungskosten verursacht.

4.Abbau/Dekommissionierung: Aller Abschied fällt schwer

Wenn weder Repowering noch Weiterbetrieb wirtschaftlich darstellbar sind, ist der kontrollierte Rückbau die strategische Entscheidung. 

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